Behandlung von Fibromyalgie in unserer Praxis in Augsburg

Fibromyalgie - Weichteilrheuma

Fibromyalgie, oft als Weichteilrheuma bezeichnet, ist eine chronische neurologische Erkrankung, die durch anhaltende und weit verbreitete Schmerzen im muskuloskelettalen System gekennzeichnet ist.

Fibromyalgie: Symptome und Diagnose

Die Symptome einer Fibromyalgie sind nicht nur temporär, sondern anhaltend und beeinträchtigen den Alltag der Betroffenen erheblich.
Chronische Gelenk- und Muskelschmerzen am ganzen Körper
Andauernde Steifheit, besonders nach dem Aufwachen.
Chronische Müdigkeit, die selbst nach ausreichendem Schlaf nicht verschwindet.
Neurologische Symptome wie Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme, oft als "Fibro-Nebel" beschrieben, sind ebenfalls häufig.

Ein weiteres Charakteristikum der Erkrankung ist die erhöhte Schmerzempfindlichkeit an bestimmten Körperpunkten, den sogenannten Tender Points. Diese Punkte sind spezifische Stellen an Hals, Schultern, Rücken, Hüften, Armen und Beinen, die bei Druck schmerzhaft sind.

 

Der sog. Fibromyalgie “Selbsttest”

Haben Sie Schlafstörungen, Müdigkeit oder kognitive Probleme und haben Sie Schmerzen an den erwähnten Stellen, die seit mindestens drei Monaten bestehen? Dann sollten Sie einen sog. Selbsttest nach den Diagnosekriterien der American College of Rheumatology für Fibromyalgie durchführen lassen. Dort wird auf den (derzeit) 18 definierten Schmerzpunkten (Tender Points) sanfter Druck ausgeübt und protokolliert, welche davon schmerzhaft sind. Derzeit müssen 11 der zu untersuchenden Tender Points für ein positives Ergebnis schmerzhaft sein.

Die Diagnosekriterien des American College of Rheumatology, die 2016 definiert wurden, beinhalten Schmerzen in mindestens vier von fünf Körperregionen und Symptome wie Abgeschlagenheit, verminderte Leistungsfähigkeit, seelische Belastungen, Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit. Zur Unterstützung der Diagnose können Patienten und Ärzte den DGS-PraxisLeitfaden der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin nutzen, der diese Kriterien zusammenfasst und als Vorbereitung auf das Arztgespräch dient. Weitere Informationen sowie den DGS-PraxisLeitfaden finden Sie unter folgendem Link: https://www.dgschmerzmedizin.de/versorgung/dgs-praxisleitfaden/dgs-praxisleitfaden-fibromyalgie/

Eine Linderung der Symptome ist oft durch geeignete Therapien möglich

Behandlung der Fibromyalgie

Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden, die helfen können, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Hier sind einige gängige Behandlungsoptionen:

Medikamentöse Therapie
Schmerzmittel: Paracetamol, Ibuprofen oder andere nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) können helfen, leichte bis mäßige Schmerzen zu lindern.
Antidepressiva: Medikamente wie Duloxetin oder Amitriptylin können verschrieben werden, um Schmerzen und Müdigkeit zu lindern.
Antikonvulsiva: Pregabalin und Gabapentin sind Medikamente, die ursprünglich zur Behandlung von Epilepsie entwickelt wurden, aber auch bei Fibromyalgie eingesetzt werden.
Physiotherapie
Ein Physiotherapeut kann spezielle Übungen empfehlen, um Schmerzen zu lindern und die Muskelkraft zu verbessern.
Bewegung
Regelmäßige, moderate Bewegung kann helfen, die Symptome der Fibromyalgie zu lindern. Übungen wie Schwimmen, Wandern oder Yoga können besonders hilfreich sein.
Schlafhygiene
Da Schlafstörungen häufig bei Menschen mit Fibromyalgie auftreten, können Veränderungen in der Schlafumgebung oder der Schlafgewohnheiten hilfreich sein.
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
Diese Art von Psychotherapie kann helfen, schädliche Denkmuster zu erkennen und zu ändern, die den Schmerz und Stress verschlimmern können.
Stressreduktion
Techniken wie Meditation, tiefe Atmung und Progressive Muskelentspannung können helfen, Stress abzubauen, der die Symptome verschlimmern kann.
Alternative Therapien
Einige Menschen finden Linderung durch alternative Therapien wie Akupunktur, Massage, Chiropraktik oder Tai Chi.
Ernährung
Einige Betroffene berichten, dass Veränderungen in der Ernährung, wie der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel, die Symptome lindern können.

Einer unserer fortschrittlichsten Ansätze zur Behandlung von Fibromyalgie ist die Apherese.
Die Apherese  ist eine medizinische Technik, bei der bestimmte Bestandteile des Blutes entfernt werden. Bei der Behandlung von Fibromyalgie kann die Apherese dazu beitragen, schädliche Immunkomplexe aus dem Blut zu entfernen, die Entzündungen und Schmerzen verursachen können. Durch die Entfernung dieser schädlichen Substanzen kann die Apherese zur Schmerzlinderung und Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

In unserer Augsburger Schmerzgemeinschaftspraxis setzen wir auf die Apherese als einen innovativen Ansatz zur Fibromyalgie Behandlung. Unsere Patienten berichten von einer signifikanten Schmerzlinderung und einer verbesserten allgemeinen Lebensqualität.

Früherkennung und weitere Schritte

Ein frühzeitiges Erkennen der Symptome der Fibromyalgie und ein gezielter Therapieansatz können entscheidend für das Wohlbefinden der Betroffenen sein. Daher ist es ratsam, bei Verdacht auf Symptome bei Fibromyalgie oder Weichteilrheuma Symptome fachlichen Rat einzuholen.

Wenn Sie Fragen zu Fibromyalgie, ihren Symptomen oder unserer speziellen Apherese-Behandlung haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt nicht den medizinischen Rat eines Arztes oder eines anderen Gesundheitsdienstleisters.